Lapislazuli – der „Saphir“ der Bibel
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Lapislazuli leuchtet mit einer Tiefe, die seit Jahrtausenden Herzen bewegt: tiefes Blau, durchsetzt mit goldenen Punkten – wie ein nächtlicher Sternenhimmel. Genau dieses Blau meint die Bibel höchstwahrscheinlich, wenn sie vom „Saphir“ (hebräisch sappir) spricht: Fachleute gehen davon aus, dass damit nicht unser heutiger Saphir gemeint war, sondern der Lapislazuli. Damit trägt dieser Stein eine der schönsten biblischen Farbsymboliken überhaupt – mehr dazu auch in unserem Beitrag über den Saphir.
Was ist Lapislazuli?
Lapislazuli ist kein einzelnes Mineral, sondern ein Gestein aus mehreren Bestandteilen: hauptsächlich Lasurit (verantwortlich für das Blau), ergänzt durch weißen Calcit und goldglänzende Pyritkristalle. Die Mohshärte liegt bei 5 bis 6. Das wichtigste Abbaugebiet liegt seit über 6.000 Jahren im Nordosten Afghanistans, im Badachschan-Gebirge; kleinere Vorkommen gibt es in Chile und Russland.
Der „Saphir“ der Heiligen Schrift
An mehreren Stellen erscheint das tiefe Blau des sappir als Farbe des Himmels und der Nähe Gottes: Als Mose und die Ältesten Gott schauen durften, war unter seinen Füßen „wie ein Saphir und wie der Himmel, wenn er klar ist“ (2. Mose 24,10). Der Prophet Hesekiel sah Gottes Thron „wie ein Saphir“ (Hesekiel 1,26). Und beim Propheten Jesaja verheißt Gott seinem Volk, es neu und kostbar zu gründen: „ich lege deine Grundmauern mit Saphiren“ (Jesaja 54,11). Weil der biblische sappir nach heutigem Wissen eher dem Lapislazuli entsprach, wird an diesem Stein besonders sinnlich erfahrbar, wovon die Bibel spricht: ein Blau, das an den Himmel erinnert.
Lapislazuli in der Geschichte
Kaum ein Stein hat die Kunstgeschichte so geprägt. Im alten Ägypten galt er als Stein der Götter; im Grab des Tutanchamun fanden sich kunstvolle Lapislazuli-Einlagen in Masken und Amuletten. In der Renaissance erlebte er einen zweiten Höhepunkt: Fein gemahlen ergab er das Pigment Ultramarinblau – das teuerste und leuchtendste Blau seiner Zeit. Meister wie Raffael und Vermeer setzten es so sparsam ein wie Gold. Bis heute steht das Lapislazuli-Blau für Kostbarkeit.
Himmelsblau, persönlich getragen
Bei 4MyLove führen wir keine echten Lapislazuli-Steine – im Mittelpunkt steht personalisierter Fotoschmuck. Doch das Himmelsblau, das die Bibel meint, lässt sich auch anders weitertragen: nicht über den Stein, sondern über Ihr eigenes Bild. Unser Projektionsmedaillon zeigt kein echtes Lapislazuli-Blau, sondern Ihr eigenes Foto in einer feinen Projektionslinse – die Farbe bestimmen Sie selbst durch Ihr Bild, etwa mit einem tiefblauen Motiv oder einem Himmelsausschnitt. Eine Kette mit Foto, eine schlichte Halskette oder ein Stück aus unserer Kollektion für personalisierten Schmuck hält so eine ganz persönliche Erinnerung fest.
Woher kommt der Name Lapislazuli?
Der Name setzt sich aus dem lateinischen „lapis“ (Stein) und dem arabischen „lazaward“ zusammen, das den Ort des Abbaus bezeichnete und später für die Farbe Blau stand. Daraus entstanden das englische „azure“ und das deutsche „azurblau“.
Wofür steht das Blau des Lapislazuli?
Für Himmel, Tiefe und Würde. Weil sein Blau in der Kunst- und Glaubensgeschichte immer wieder mit dem Himmlischen verbunden wurde, gilt er bis heute als Sinnbild für Kostbarkeit und die Nähe zum Göttlichen.
Wie pflege ich Lapislazuli-Schmuck?
Reinigen Sie Lapislazuli mit einem weichen, leicht feuchten Tuch. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, Ultraschallreiniger und längeres Einweichen, da der Calcit empfindlich auf Säuren und Laugen reagiert. Getrennt von härteren Steinen lagern, um Kratzer zu vermeiden.
Kann Lapislazuli verblassen?
Echter Lapislazuli verblasst kaum, wenn er sachgemäß gepflegt wird. Starke Hitze und dauerhaftes direktes Sonnenlicht können die Farbe jedoch leicht ausbleichen. Im normalen Alltag ist der Stein robust und langlebig.
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