Tag der Großeltern – graues Haar ist eine Krone der Ehre
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Am zweiten Sonntag im Oktober wird in Deutschland der Tag der Großeltern begangen. Kein gesetzlicher Feiertag, kein Anlass, der laut gefeiert wird. Ein leiser Tag, der eine Frage stellt, die im Alltag oft verloren geht: Habe ich meinen Großeltern in letzter Zeit gezeigt, dass sie mir etwas bedeuten?

Was die Bibel über Alter sagt
Das Buch der Sprüche hat einen Vers, der den Ton für diesen Tag setzt: „Graue Haare sind eine Krone der Ehre; sie wird erlangt auf dem Weg der Gerechtigkeit“ (Spr 16,31). Alter ist in der Bibel keine Peinlichkeit, kein „nicht mehr aktuell“, kein Handicap. Es ist eine Krone. Wer alt geworden ist, hat etwas hinter sich, das man ehren darf. Das gilt nicht nur, wenn das Leben perfekt gelaufen ist. Es gilt, weil es die Krone der Jahre gibt, die getragen wurden.
Das fünfte Gebot – und wer alles mitgemeint ist
„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt“ (2. Mose 20,12). Das Gebot spricht von Vater und Mutter, aber die Bibel dehnt das Ehren auf die ganze ältere Generation aus. In 3. Mose 19,32 steht: „Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren.“ Wer aufsteht, wenn ein alter Mensch den Raum betritt – ein Bild, das heute selten geworden ist –, macht sichtbar, was innerlich gemeint ist.
Was Großeltern für Enkel sind
Großeltern haben in einem Kinderleben oft eine Rolle, die Eltern nicht spielen können. Sie haben mehr Zeit. Sie sind milder – nicht weil sie besser sind, sondern weil sie die Erziehung schon hinter sich haben. Sie erzählen Geschichten aus einer Zeit, die für die Enkel Geschichte ist. Sie sind Zeugen, dass die Welt vor uns schon da war und nach uns weitergehen wird. Timotheus – der junge Mitarbeiter des Paulus – hat seinen Glauben von seiner Großmutter Lois und seiner Mutter Eunike gelernt (2. Tim 1,5). Es waren die Frauen der Familie, die weitergegeben haben, was jetzt Timotheus trägt.

Titus 2 – die Aufgabe der Älteren
Paulus schreibt im Titusbrief eine kleine Ordnung der Generationen. Die älteren Männer sollen „nüchtern, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld“ sein. Die älteren Frauen sollen sich „so verhalten …, wie es Heiligen geziemt“, damit sie „die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben“ (Tit 2,3–4). Alte Menschen haben in diesem Bild eine aktive Rolle: Sie sind nicht Rentner im modernen Sinn, sondern Weitergeber. Was sie in siebzig oder achtzig Jahren gelernt haben, ist das Kapital der jüngeren Generation.
Erinnerungen an gemeinsame Zeit
Viele der schönsten Kindheitserinnerungen spielen bei den Großeltern: im Garten, in der Küche, auf dem Sofa beim Vorlesen. Ein Foto aus dieser Zeit als Kette mit Bild, die im Gegenlicht sichtbar wird, ist eine leise Form der Dankbarkeit – für die Enkel ebenso wie für die Großeltern selbst.
Was Enkel schenken können
Großeltern sind schwer zu beschenken, weil sie meist schon alles haben, was sie brauchen. Das eigentliche Geschenk ist die Zeit, die man mitbringt. Ein Spaziergang durch die Stadt im Spätsommer. Ein Nachmittag, an dem man ihnen zuhört, statt selbst zu erzählen. Ein Anruf, der länger dauert als die Pflicht. Ein Foto der Enkelkinder, gerahmt oder in einem Anhänger. Ein Enkel-Armband mit dem eingravierten Namen oder den Anfangsbuchstaben der Enkel – für die Großmutter, die alle Namen im Kopf hat und sie gern auch am Handgelenk trägt.

Was Großeltern schenken können
Umgekehrt haben Großeltern etwas zu geben, das kein Geld der Welt ersetzt: Weitergabe von Erfahrungen, Weisheit, Segen, Güte und Geduld Aber vielleicht auch ein Schmuckstück aus der eigenen Sammlung, das an das Enkelkind weitergegeben wird – die Kette der eigenen Großmutter, das Armband, das man zur Hochzeit bekommen hat, die Trauringe aus Gold. Solche Erbstücke werden erst zu Erbstücken, wenn sie mit einer Geschichte weitergegeben werden. Ein Zettel dazu: „Diese Kette hat meine Mutter zur Hochzeit bekommen... Jetzt gehört sie dir. Trag sie gern.“ So verbindet ein Schmuckstück Generationen.
Was du für dich mitnehmen kannst
Der Tag der Großeltern ist ein leiser Feiertag mit einer klaren Aufgabe: Nicht warten, bis die Großeltern nicht mehr da sind. Sondern jetzt zeigen, dass sie einem etwas bedeuten. Ein Anruf reicht. Ein Besuch ist besser. Ein Foto der Enkel, das ihre Großmutter jeden Tag am Hals tragen kann, ist manchmal das Geschenk, an das sie am längsten denkt.
Für Großmütter, die lieber einen Namen als ein Foto tragen, gibt es die Kette mit Gravur – etwa mit den Namen der Enkel.
Passend zu diesem Thema: unser Beitrag Vatertag – Männerschmuck mit Bedeutung.
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