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8. März – warum die Würde der Frau kein moderner Slogan ist

Der Internationale Frauentag am 8. März ist politisch aufgeladen. Er hat eine sozialistische Ursprungsgeschichte, wird heute in unterschiedlichen politischen Lagern unterschiedlich gefeiert und lässt viele Menschen zwischen den Stühlen sitzen – die einen finden ihn nötig, die anderen halten ihn für überholt. Beides ist zu einfach. Der Kern des Tages – die Würde der Frau – ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Er steht in der Bibel, seit es die Bibel gibt.

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Der Vers, um den kein Weg herumgeht

Paulus schreibt an die Gemeinde in Galatien: „Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus“ (Gal 3,28). Das war für die damalige Welt ein Satz, der die soziale Ordnung sprengte. In der Antike war die Frau rechtlich und gesellschaftlich dem Mann untergeordnet. Paulus stellt beide vor Gott auf denselben Boden. Das ist die theologische Grundlage jeder ehrlichen Frauenrechte-Bewegung, ob sie sich auf diese Wurzel besinnt oder nicht.

Frauen der Bibel, die handeln

Wer die Bibel nach starken Frauen liest, findet sie in fast jedem Buch. Rebekka, die klug am Brunnen entscheidet, mit Isaak zu ziehen (1. Mose 24). Debora, die Richterin und Prophetin, die Israel im Krieg führt (Richter 4–5). Ruth, die aus Treue zu ihrer Schwiegermutter alles aufgibt und in Bethlehem neu anfängt (Buch Ruth). Abigail, die klug einen Streit zwischen David und ihrem Mann schlichtet (1. Samuel 25). Ester, die vor dem persischen König ihr Volk rettet (Buch Ester). Diese Frauen sind keine Randfiguren. Sie treiben die Geschichte des Volkes Gottes mit.

Frauen bei Jesus

Im Neuen Testament wird der Blick noch klarer. Jesus umgibt sich mit Frauen als selbstverständlichen Jüngerinnen – Maria und Marta in Bethanien (Lukas 10), Maria Magdalena und andere, die ihn und die Zwölf unterstützten (Lk 8,1–3). Nach der Auferstehung erscheint der Auferstandene zuerst Maria Magdalena (Johannes 20). Sie ist die erste Zeugin, die erste, die die Botschaft weitertragen darf. In einer Kultur, in der Frauen vor Gericht kaum als Zeuginnen zählten, ist das eine bewusste Entscheidung Jesu – und die frühen Christen haben sie so aufgeschrieben, obwohl es ihnen die Missionsarbeit erschwerte.

Die tüchtige Frau aus Sprüche 31

Das Bild, das Sprüche 31 von einer starken Frau zeichnet, überrascht viele. Sie kauft Felder, pflanzt Weinberge, betreibt Handel, sorgt für ihre Familie, öffnet ihre Hand den Armen, spricht mit Weisheit. „Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich; ihr Mann rühmt sie ebenfalls“ (Spr 31,28). Das ist keine passive Rolle – das ist eine, die in der Gemeinschaft Verantwortung trägt und dafür Anerkennung bekommt.

Ölgemälde-artige Szene einer jungen Frau mit langem Haar in altertümlicher Werkstatt, sie trägt einen Kreuz-Anhänger und arbeitet an einer Erdkugel zwischen Glasflaschen

Wem du am 8. März etwas geben könntest

Der Frauentag ist kein rein romantischer Feiertag. Er ist ein Tag für alle Frauen im Leben – die Mutter, die Großmutter, die Schwester, die Freundin, die Kollegin, die Tochter. Wer eine dieser Frauen ehren möchte, muss keinen politischen Slogan mitbestellen. Ein persönliches Zeichen genügt. Ein Namensarmband mit dem Namen eines Kindes für eine Mutter. Eine Fotokette aus unserer Kollektion mit dem Foto der Enkel für eine Großmutter. Die Stelle „Ps 23,1“ für „Der HERR ist mein Hirte“ auf einem Silberband für eine Freundin, die eine schwere Zeit hinter sich hat.

Zwei tropfenförmige Anhänger in Bronze-Filigranfassung mit grünem Peridot-Stein und orange-rotem Bernstein an feinen Ketten vor dunklem Blattwerk

Was jenseits von Politik bleibt

Politische Fragen um Gleichberechtigung, gleiche Bezahlung und faire Aufstiegschancen bleiben unabhängig davon aktuell – und Christen können sich darin engagieren, wenn sie wollen. Aber der 8. März ist im Kern nicht politisch. Er ist die Erinnerung an das, was Gott von Anfang an über Männer und Frauen gesagt hat: „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie“ (1. Mose 1,27). Beide, gemeinsam, sind Gottes Bild. Das ist die Würde. Alles Weitere folgt daraus.

Was du für dich mitnehmen kannst

Wenn du eine Frau bist: Der 8. März ist ein Tag, dich daran zu erinnern, wer du in Gottes Augen bist. Wenn du eine Frau ehren möchtest: Der 8. März ist ein guter Anlass, mit einem konkreten, persönlichen Zeichen zu sagen, was du sonst zu selten sagst.

Häufige Fragen

Seit wann gibt es den Weltfrauentag?
Erstmals 1911, seit 1921 am 8. März. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist er gesetzlicher Feiertag.

Was sagt die Bibel über die Würde der Frau?
Mann und Frau sind gemeinsam Gottes Ebenbild (1. Mose 1,27) und vor Gott gleich: „da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus“ (Gal 3,28).

Was schenkt man zum Frauentag?
Ein persönliches Zeichen statt eines Slogans: ein Namensarmband mit bis zu 20 Zeichen Gravur oder eine Fotokette mit dem Bild der Kinder oder Enkel.

Passend zu diesem Thema: unser Beitrag Muttertag – Geschenke aus dem Herzen.

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