Frauenporträt mit ausladenden Regenbogen-Federn, aufwendigem Karnevals-Kopfschmuck mit vielen bunten Kristallen und langen Ohrhängern

Fasching und Karneval – zwischen alter Wurzel und heutiger Praxis

Flatlay bunter Karnevalsschmuckstücke mit Federn, Perlen, Masken und farbigen Cabochons auf schwarzem Untergrund

Fasching, Karneval, Fastnacht – die fünfte Jahreszeit ist ein deutsches Phänomen, das die Gemüter teilt. Die einen leben dafür, die anderen sehen das Datum im Kalender mit gemischten Gefühlen näher kommen. Dieser Artikel gehört zu den nüchterneren Blickwinkeln: Fasching hat historisch eine christliche Wurzel, aber die heutige Praxis hat sich davon weit entfernt. Beides gehört zu einer ehrlichen Einordnung.

Die christliche Wurzel: „carne vale“

Das Wort „Karneval“ kommt vom lateinischen „carne vale“ – „Fleisch, lebe wohl“. Gemeint war ein Abschied von reichhaltiger Kost vor der 40-tägigen Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt und auf Ostern zuläuft. In dieser Vorstellung war der Karneval also nicht das Hauptereignis, sondern die kurze Pause vor dem eigentlichen: der Buß- und Vorbereitungszeit auf das höchste Fest des christlichen Jahres. Wer heute Karneval feiert und die Fastenzeit ignoriert, feiert eine Hälfte ohne die andere.

Was aus dem Fest geworden ist

In vielen Karnevalshochburgen ist der christliche Kontext praktisch verschwunden. Was bleibt, ist Verkleidung, Alkohol und der Umzug. Das ist nicht in jedem Fall verwerflich – eine Feier hat ihren Platz, und Pred 3,4 sagt: „Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit.“ Aber ehrlich muss man sagen: Was heute unter dem Namen „Karneval“ läuft, hat mit dem Ursprung oft nichts mehr zu tun.

Wenn Fasching nicht dein Ding ist

Wer Karneval nüchtern sieht oder ihn ganz meidet, tut nichts Verkehrtes. Paulus schreibt: „Alles ist mir erlaubt — aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt — aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!“ (1. Kor 6,12). Wer sich in der Faschingszeit unwohl fühlt – wegen des Rausches, des Zwangs zur Ausgelassenheit, der Übergriffigkeiten, die in diesen Tagen häufiger passieren als sonst –, muss sich nicht rechtfertigen. Und für Christen, die die Fastenzeit ernst nehmen, ist der Karnevalstrubel manchmal geradezu ein Grund, sich still auf das Kommende zu freuen.

Vintage-Auslage venezianischer Maskerade-Accessoires – goldene Maske, Feder-Brosche und Perlenketten – auf dunkelrotem Samt

Ein ehrliches Wort zu unserem Sortiment

4MyLove ist kein Karnevalsausstatter. Wir führen keine Federboas, keine Kunststoff-Perlenketten, keine Kostüm-Ohrhänger. Wer Kostümschmuck für den Rosenmontag sucht, findet ihn in Faschingsläden und Abteilungen für Verkleidungen – dort ist er zu Hause. Was wir machen, ist personalisierter Schmuck: Foto- und Gravurstücke, die einen Namen tragen und ein Leben lang halten sollen. Für die Faschingsfeier ist das die falsche Kategorie.

Was danach kommt

Interessanter als der Fasching selbst ist für viele Christen das, was danach kommt: die Fastenzeit. Sieben Wochen, in denen man sich freiwillig etwas versagt – Süßes, Alkohol, Social Media, Fleisch, worauf immer die Wahl fällt –, um Raum zu machen für das, was sonst zu selten passiert: Nachdenken, Beten, Bibellesen, Stille. Wer hier ein sichtbares Zeichen möchte, ist mit einem schlicht gravierten Armband – etwa mit der Stelle „Ps 51,12“ zum Fastenvers „Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz“ – besser bedient als mit einem bunten Kostüm-Accessoire.

Was du mitnehmen kannst

Ob du Karneval magst oder nicht, ist Geschmackssache. Ob du die Fastenzeit ernst nimmst, ist eine andere Frage – und die wichtigere. Das eine ist ein Termin im Kalender. Das andere ist eine Übung im Leben.

Passend zu diesem Thema: unser Beitrag Oktoberfest – bayerische Volksfrömmigkeit.

Als Erinnerungsstück dazu: personalisierte Kette mit Foto-Motiv.

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