Aufwendiges silbernes Diadem mit großem ovalen blauen Saphir-Stein in der Mitte, umgeben von rosafarbenen Cabochons und Diamantverzierungen

Konfirmation und Firmung – Abschluss und Anfang zugleich

Konfirmation (evangelisch) und Firmung (katholisch) sind Abschlussfeiern eigener Art. Sie schließen einen Weg ab – den Weg der Taufe, die noch der Entscheidung anderer folgte – und öffnen einen neuen: den Weg des eigenen, mündig gewählten Glaubens. Das Wort „Konfirmation“ kommt vom lateinischen „confirmare“ – bestätigen. Was die Eltern und Paten in der Taufe stellvertretend versprochen haben, bestätigt der junge Mensch nun selbst.

Was theologisch geschieht

Die Konfirmation ist kein Sakrament (die evangelische Kirche kennt zwei: Taufe und Abendmahl); die Firmung schon (in der katholischen Kirche). Gemeinsam ist beiden Feiern: Der junge Mensch wird gesegnet, oft mit Handauflegung, und tritt in die volle Zugehörigkeit zur Gemeinde ein. In der evangelischen Kirche darf der Konfirmand ab jetzt am Abendmahl teilnehmen und Patenschaften übernehmen. In der katholischen Kirche gilt die Firmung als Abschluss der Initiationssakramente (Taufe, Eucharistie, Firmung).

Der Konfirmationsspruch

Bei der evangelischen Konfirmation bekommt jeder Konfirmand einen persönlichen Bibelvers zugesprochen – den Konfirmationsspruch. Er wird oft im Vorfeld gemeinsam gewählt, manchmal vom Pfarrer vorgeschlagen. Dieser Vers soll den jungen Christen ein Leben lang begleiten. Klassiker sind: „Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“ (Jos 1,9). „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils“ (Jer 29,11). „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein“ (Jes 43,1). Ein solcher Spruch ist keine Formel, sondern eine Zusage.

Was Paulus dem jungen Timotheus schreibt

Der Apostel Paulus schreibt seinem jungen Mitarbeiter Timotheus einen Vers, der für Konfirmanden und Firmlinge wie geschaffen ist: „Niemand verachte dich wegen deiner Jugend, sondern sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit“ (1. Tim 4,12). Das ist die eigentliche Zumutung des Erwachsenwerdens im Glauben: Nicht mehr sagen „Ich bin zu jung dafür“, sondern seinen Platz einnehmen, auch wenn andere zweifeln.

Wer die Paten sind – und was sie schenken

Taufpaten sind in vielen Kirchen automatisch Zeugen der Konfirmation oder Firmung. Ihre Rolle ist mit der Konfirmation nicht zu Ende – im Gegenteil: Jetzt wird sie oft erst wirksam. Ein Pate, der einem jungen Menschen in Fragen des Glaubens beistehen kann, wenn Eltern gerade nicht die richtigen Ansprechpartner sind, ist ein Geschenk. Ein persönliches Geschenk zur Konfirmation kann diese Rolle sichtbar machen: „Ich bin da, auch weiterhin.“ Ein graviertes Armband, das den Konfirmationsspruch trägt – kompakt als Bibelstelle, etwa „Jos 1,9“ –, ist ein Zeichen, das ein Leben lang bleibt.

Für Mädchen: schlicht und persönlich

Junge Frauen zwischen 13 und 15 tragen selten schwerer, aufwendiger Schmuck. Fein, klein, persönlich – das ist die richtige Richtung. Ein Kreuzanhänger an einer feinen Silberkette – passende Modelle findest du bei unserem christlichen Schmuck. Ein Armband mit dem Konfirmationsdatum, dem Vornamen oder dem Spruch als Kurzverweis wie „Jos 1,9“. Eine Kette mit Projektionslinse – zum Beispiel mit einem Foto aus dem Konfirmandenunterricht, mit den anderen Konfirmandinnen zusammen.

Für Jungen: robust und knapp

Junge Männer tragen oft weniger Schmuck als ihre Altersgenossinnen. Ein Lederband mit einem kleinen Kreuz oder einem gravierten Metallplättchen ist eine gute Form – schlicht, männlich, nicht auffällig. Eine feine Kette unter dem T-Shirt, die keiner sieht, aber der Träger weiß, dass sie da ist. Ein Armband mit Gravur auf der Innenseite – nur er selbst kann lesen, was da steht.

Für Firmlinge

Firmlinge sind meist etwas älter als evangelische Konfirmanden – oft zwischen 15 und 17. Für sie darf das Geschenk schon etwas erwachsener sein. Eine hochwertige Kette. Ein Ring mit Initiale. Ein Vers, den man selbst gewählt hat. Der Firmspruch ist in katholischen Kirchen weniger einheitlich als der evangelische Konfirmationsspruch – manche Bistümer geben einen für alle vor, andere lassen ihn den Firmlingen selbst wählen. In jedem Fall gilt: Was der junge Mensch als seinen Vers spürt, ist der richtige.

Was du für dich mitnehmen kannst

Konfirmation und Firmung sind Abschlüsse, die keine Endpunkte sind. Sie schließen die Kindheit im Glauben und öffnen die Verantwortung. Ein Geschenk, das das ernst nimmt – kein Spielzeug, kein Gutschein, sondern ein Zeichen mit Substanz –, wird oft aufgehoben und getragen, noch wenn der junge Mensch längst kein junger mehr ist.

Passend zu diesem Thema: unser Beitrag Von der Taufe zur Konfirmation.

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